Fisch und Meeresfrüchte in Deutschland: die Branche und ihre Lieferanten

Deutschland ist kein großes Fischereiland, aber einer der wichtigsten Absatz- und Verarbeitungsmärkte Europas. Laut der Europäischen Beobachtungsstelle für die Fischerei- und Aquakulturmärkte (EUMOFA) lag das Land 2023 bei der Fischereierzeugung auf Platz 6 in der EU (182.000 Tonnen Fang) und bei der Aquakultur auf Platz 7 (35.000 Tonnen). Der größte Teil des Fisches auf dem deutschen Markt wird jedoch importiert: Nach Angaben des Fisch-Informationszentrums (FIZ) lag der Importanteil an der Versorgung 2023 bei rund 90 %.

Unternehmen im öffentlichen Verzeichnis
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Flotte, Anlandungen und Fischmärkte

Die deutsche Fischereiflotte zählte 2024 1.110 Schiffe. 2023 arbeiteten in der Fischerei 702 Vollzeitäquivalente, 36 % davon auf Schiffen über 40 Meter. Es gibt 203 registrierte Fischereihäfen.

Bei den Anlandungen 2023 waren 56 % tiefgefroren, 19 % frisch und 23 % gekocht. Nach Wert führen Nordseekrabben und Blauer Wittling.

2025 erzielten die deutschen Fischmärkte und Erstvermarktungsplätze zusammen 14.585 Tonnen und 78 Millionen Euro. Die drei wichtigsten waren:

  • Büsum: 3.252 Tonnen und 20 Millionen Euro (Nordseekrabben, Steinbutt, Glattbutt),
  • Cuxhaven: 2.223 Tonnen und 15 Millionen Euro (Nordseekrabben, Kabeljau, Schwarzer Heilbutt),
  • Bremerhaven: 2.691 Tonnen und 8 Millionen Euro (Schwarzer Heilbutt, Makrele, Kabeljau).

Zusammen stehen diese drei Plätze für 56 % von Menge und Wert.

Bundesländer im SeaMatch-Verzeichnis in Deutschland: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen.

Aquakultur: Forelle, Karpfen und Muscheln

Die deutsche Aquakultur erzeugte 2023 rund 35.200 Tonnen, davon 16.800 Tonnen Fisch. Wichtigste Arten sind Regenbogenforelle (5.782 Tonnen), Karpfen (4.056 Tonnen), Lachsforelle, Elsässer Saibling und Aal. Nach Wert sind Forelle (53 Millionen Euro) und Miesmuschel (30 Millionen Euro) die Spitzenreiter.

Verarbeitung und Großhandel

Die fischverarbeitende Industrie hatte 2023 6.714 Beschäftigte. 2024 erzielten 190 Unternehmen einen Nettoumsatz von rund 3,5 Milliarden Euro. Die wichtigsten Produkte sind panierte Fischfilets und Fischstäbchen sowie zubereitete oder haltbar gemachte Fischerzeugnisse.

Der Großhandel besteht aus vielen Unternehmen: Das FIZ zählte für 2016 rund 445 Fischgroßhändler mit etwa 5 Milliarden Euro Umsatz.

Was Einkäufer suchen

  • Frischer und tiefgekühlter Fisch: Lachs, Alaska-Seelachs, Hering, Kabeljau, Forelle, Karpfen, Makrele, Thunfisch.
  • Krusten- und Weichtiere: Nordseekrabben, Garnelen, Miesmuscheln, Tintenfisch.
  • Verarbeitete Produkte: Räucherlachs, Matjes, Bismarckhering, Rollmops, Fischstäbchen, Fischkonserven.

Deutschland im internationalen Handel

2024 war Lachs mit 1,88 Milliarden Euro (33 %) das wichtigste Importprodukt, gefolgt von Skipjack-Thunfisch (406 Millionen Euro). Beim Export führen Lachs (459 Millionen Euro), Kabeljau (163 Millionen), Alaska-Seelachs (131 Millionen) und Hering (78 Millionen). Zu den wichtigsten Handelspartnern zählen Polen, die Niederlande, Österreich und Frankreich (EUMOFA, 2024).

Der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch lag 2023 bei 12,08 kg. Alaska-Seelachs, Lachs, Thunfisch und Hering werden am häufigsten gegessen.

So finden Sie Lieferanten, Einkäufer und Fischprodukte in Deutschland

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Häufige Fragen

Welcher ist der wichtigste Fischmarkt in Deutschland?

Nach Menge Büsum mit 3.252 Tonnen und 20 Millionen Euro im Jahr 2025; Cuxhaven und Bremerhaven folgen (EUMOFA).

Welcher Fisch wird in Deutschland am meisten gegessen?

Vor allem Alaska-Seelachs, Lachs, Thunfisch und Hering; der rechnerische Pro-Kopf-Verbrauch lag 2023 bei 12,08 kg (EUMOFA).

Welchen Fisch exportiert Deutschland?

Vor allem Lachs, Kabeljau, Alaska-Seelachs und Hering; die wichtigsten Abnehmer sind die Niederlande, Österreich und Frankreich (EUMOFA, 2024).

Wie viel Fisch wird in Deutschland importiert?

Rund 90 % der Versorgung stammen aus Importen, vor allem Lachs und Thunfisch (FIZ 2023; EUMOFA 2024).

Quellen: EUMOFA · FIZ, Daten und Fakten 2024